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Sicherheitsabstand first: Sicher Auto fahren im Herbst

Datum: 27. Oktober 2025
Lesezeit: 3 min

Der Herbst bietet – und das durchaus auch mal von einem Moment auf den anderen – besondere Witterungsbedingungen: Nieselregen, Nebel oder auch die früh einsetzenden Abenddämmerung sorgen für schlechte Sichtverhältnisse. Da sind Vorsicht, besonnenes Fahren und ein ausreichender Sicherheitsabstand das A und O, um Unfälle zu vermeiden. Denn Gefahren lauern auf herbstlichen Straßen einige:

Ein Fahrradfahrer mit dunkler Kleidung und dunklem Rad fährt offensichtlich schnell durch die Dunkelheit
Radfahrer sind im dunklen Herbst bei schwerer Sicht noch schwerer zu erkennen als ohnehin
  • Verdeckte Gefahren: Nasses Laub und glitschiges Erdreich können Schlaglöcher oder Steine verdecken – und das Auto leicht ins Schleudern bringen. Blätter können außerdem in den Belüftungsschacht vor der Frontscheibe fallen. Die Folge: Die Belüftung streikt oder funktioniert nicht richtig – und die Scheiben beschlagen.
  • Glatte Straßen: In manchen Regionen gibt es häufig schon im Oktober den ersten Frost, sogar Schneefälle sind möglich — wie zum Beispiel im Oktober 2025 im deutschen Mittelgebirge. Speziell in höheren Lagen ist es daher sinnvoll, die Winterreifen frühzeitig aufzuziehen oder vorsorglich Schneesocken einzupacken. Sie nehmen kaum Platz weg, sind bei Bedarf schnell aufgezogen und gewährleisten eine weiterhin sichere Fahrt.
  • Schlechte Sicht: Durch das diffuse Licht im Herbst, die früh einsetzende Dämmerung oder auch Nebel ist die Beleuchtung des Autos speziell in dieser Jahreszeit überlebenswichtig. Das Tagfahrlicht reicht bei schlechter Sicht nicht, es empfiehlt sich mit Abblendlicht unterwegs zu sein. Und nicht vergessen: Nebelleuchten dürfen erst bei einer Sichtweite unter 50 Metern eingesetzt werden.
  • Andere Verkehrsteilnehmer: In der Dämmerung und bei Nebel sind andere Verkehrsteilnehmer oft später zu erkennen. Das gilt speziell für Radfahrer und Fußgänger – vor allem, wenn diese nicht der Witterung entsprechend gekleidet sind. Passen Sie daher Ihr eigenes Tempo der Witterung an.
  • Wildtiere: Der Rehbock – und nicht nur er – ist auf Brautschau. Und dann ist er besonders unvorsichtig: Er überquert Straßen, die er sonst eher meiden würde. Zusätzlich zur eh schon dunkleren Jahreszeit erhöht die Zeitumstellung zusätzlich das Unfallrisiko mit Wildtieren.
  • Wind: Der Herbst bringt meist viel Wind und Sturm, daher ist es ratsam, mit Böen zu rechnen — besonders auf Brücken, an Schneisen und freien Flächen. Lassen Sie deshalb stets beide Hände am Lenkrad. Und: Parken Sie Ihr Auto am besten nicht unter Bäumen: Vom Sturm geplagte Bäume verlieren auch dicke Äste…
Vier Wildtiere, die kurz davor sind, die Straße zu überqueren
Im Herbst sind Wildtiere besonders spät zu sehen und somit für Autofahrer gefährlich

Der richtige Sicherheitsabstand

Um die Unfallgefahr zu verringern, ist ein ausreichender Abstand nicht nur empfehlenswert, sondern laut Paragraph 4 der Straßenverkehrsordnung sogar vorgeschrieben. Allerdings: Konkrete Angaben zum Mindestabstand finden sich dort nicht. Es gibt aber einige Faustregeln, an denen Sie sich orientieren können: 

  1. Innerhalb von Ortschaften: Hier sind gängige Orientierungshilfen entweder 3 Pkw-Längen oder 1 Sekunde Abstand — also so viel Abstand, wie Sie in 1 Sekunden im aktuellen Tempo zurücklegen. Bei 50 km/h entspricht das etwa 15 Metern.
  2. Außerorts: Auf Landstraßen oder Autobahnen sind Sie schneller unterwegs und müssen daher einen größeren Abstand einhalten. Empfehlungen zufolge sollten das entweder 2 Sekunden oder die Hälfte der Geschwindigkeit (1/2 Tacho) sein. Das wären bei 100 km/h etwa 50 Meter. Hilfreich sind die Leitplanken am Straßenrand, die sich immer 50 Meter voneinander entfernt befinden.
Eine asphaltierte Straße durch den Wald mit Dunst in der Luft und tiefliegender Sonne, die durch die Bäume strahlt
Bei glatten Straßen und schlechter Sicht ist der Sicherheitsabstand besonders wichtig.

Zu wenig Sicherheitsabstand wird teuer

Ein zu geringer Sicherheitsabstand kann also sehr gefährlich sein — und wird entsprechend dem Bußgeldkatalog hart bestraft: Wie teuer ein Abstandsverstoß wird, hängt von der Geschwindigkeit und dem tatsächlichen Abstand ab: 

  • Wenn Sie zwischen 80 und 100 km/h fahren, beträgt die Strafe zwischen 103,50 Euro und 348,50 Euro Bußgeld plus 1 Punkt in Flensburg.
  • Wer zwischen 101 und 130 km/h fährt, muss mit einem Bußgeld zwischen 103,50 Euro und 348,50 Euro, 1 bis 2 Punkten sowie ggf. bis zu 3 Monaten Fahrverbot rechnen.
  • Bei einem Tempo über 130 km/h erwarten Sie zwischen 128,50 Euro und 428,50 Euro Bußgeld sowie ebenfalls 1 bis 2 Punkte in Flensburg und ggf. ein Fahrverbot von bis zu 3 Monaten

Fazit:

Der Herbst ist eine wundervolle Jahreszeit – und eine Herausforderung für Autofahrer. Wer aber vorsichtig und besonnen fährt, auf den Sicherheitsabstand und den Zustand des Fahrzeugs achtet sowie die Witterung im Blick hat, kommt gut ans Ziel — und schont damit nicht nur Fahrzeug und Gesundheit, sondern auch den Geldbeutel.

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Bildnachweise

  • Dekra
  • Pixabay
  • Pexels

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