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Die Geschichte der Dachbox – oder wie es zu dieser cleveren Transportlösung kam

Datum: 16. März 202319. August 2025
Lesezeit: 4 min

Die Geschichte der Dachbox– was war vorher?

Die Geschichte der Dachbox beginnt mit mehreren Körben: Zunächst wurden nämlich Körbe für das Dach als sinnvolle Transportlösung angesehen, wie das Foto aus der Sammlung von Michael Schlenger belegt. Es zeigt ein Adler Landaulet von 1907 mit Dachkorb. Aber bereits in den 1940er Jahren konnte man sich – unter anderem von Thule – einen Dachgepäckträger kaufen und montieren. Damit ließen sich Kartons, Koffer und sperriges Gepäck außerhalb von Kofferraum oder Fahrgastzelle transportieren. Die Ladungssicherung durch Spannseile war eine Wissenschaft für sich. Dabei gab es zu jener Zeit durchaus schon Menschen, die an so etwas ähnliches wie eine Dachbox dachten und sich Patente dafür sicherten. Die Boxen sollten quadratisch oder rechteckig sein und mit einem Trägersystem auf dem Dach des Autos fixiert werden. Ein Unternehmen, das als Erfinder einer solchen Konstruktion gilt, ist die Edison Engineering Company Inc. aus den USA. Sie wollten eine Konstruktion entwickeln, mit denen man Pakete auf dem PKW-Dach transportieren konnte.  Das An- und Abmontieren sollte möglichst einfach sein, und der Transport sollte die Fahrsicherheit nicht beeinträchtigen.

Das Adler Landaulet mit Dachkorb
Frühes Patent für eine Dachbox

Ein Patent für eine Dachschachtel

Die Dachbox ist noch jung, die Idee dazu aber schon älter: Eines der ersten Patente, auf denen man so etwas wie eine Dachbox erkennen kann, stammt aus dem Jahre 1935. Das Behältnis wurde mittels vier Vakuumsaugnäpfe am Autodach befestigt. Ob diese Konstruktion im Verkehr stabil und sicher gewesen wäre, ist allerdings fraglich. Man hätte vermutlich im Schritttempo in den Urlaub fahren müssen. Interessanterweise gab es damals schon Dachträgerkonstruktionen samt Metallschrauben und fest montierter Reling. Trotzdem tüftelten amerikanische Ingenieure noch Jahrzehnte später an der Saugnapflösung.

Auch eine Lösung: „Samba-Bus“ VW Bulli T1 mit Dachgepäckträger

Die erste echte Dachbox

Bereits in den 1950er Jahren gab es Dachaufbauten speziell für den Urlaub – besonders beliebt waren Dachzelte. Diese sind übrigens heute, besonders in der Off-Road-Gemeinde, wieder en vogue. Bereits seit 1962 fertigte Thule Skiträger zum Montieren der Sportgeräte auf dem Dachgepäckträger. Moderne Dachboxen waren freilich erst seit den 1970er Jahren zu haben – und zunächst waren sie ebenfalls ausschließlich für den Transport von Skiern gedacht: So kam 1977 die Thule Skibox TB-11 auf den Markt und wurde rasch zum Erfolg. Andere Unternehmen, etwa die Tuningschmiede Kamei oder Hapro, kamen zu dieser Zeit auch mit ersten Produkten auf den Markt. Dabei wetteiferte man nicht nur um die Kunden, sondern auch um Patente in puncto Öffnung der Boxen oder Montage am Reling oder Dachgepäckträgern. Thule, die in den späten 1990er Jahren endgültig zum Marktführer beim Verkauf von Dachboxen wurden, entwickelte beispielsweise eigene Querträger für seine clevere Transportlösung.

Thule Ski Carrier von 1962

Benzinsparen dank Aerodynamik

Bereits nach der Ölkrise der Jahre 1972/73 und dann verstärkt in den 1980er Jahren, begannen die Hersteller, die Erkenntnisse der Aerodynamik in die Entwicklung der Dachboxen einfließen zu lassen. Das Material und vor allem die Form sollten helfen, den Luftwiderstand zu verringern – und damit auch im beladenen Zustand die Spritkosten nicht explodieren zu lassen. Denn klar war, dass Dachaufbauten für höheren Kraftstoffverbrauch sorgen. Deshalb ist es beispielsweise aus ökonomischer Sicht besser, Fahrräder nicht auf dem Dach, sondern mittels Fahrradträger an der Anhängerkupplung zu transportieren. Alle Dachboxen, die man im Sortiment von Kupplung.de findet, sind strömungsmechanisch optimal gebaut. Die Erkenntnisse in Bezug auf die Aerodynamik stammen aus dem Windkanal. Aber das war nicht von Anfang an so. Erst 1988 kam VW-Tuner Kamei auf die Idee, seine Traveller Box im Windkanal zu testen. Die Form der Traveller Box muss man daher als zeitlosen Klassiker bezeichnen. Mittlerweile sind Dachboxen natürlich noch strömungsgünstiger und damit effizienter gebaut. Auch die Montage und das Öffnen zum Beladen sind einfacher geworden. So wurde im Jahr 2003 ein Patent einer komplett nach aerodynamischen Gesetzen konstruierten Dachbox eingereicht. Sie sollte – wie es mittlerweile Standard ist – über Dachträger an die Dachreling befestigt werden. Aber es wird weiter geforscht: In den letzten Jahren wurden Dachbox-Patente registriert, die sich mit einer weiteren Verringerung des Luftwiderstandes und mit Geräuschreduktion beschäftigen.

Stylish: Thule Skibox TB-11 von 1977
Aus dem Windkanal: Kamei Traveller

Übrigens…

Vom „Dauerbrenner“ Dachbox findet man bei Marktführer Kupplung.de aktuell 60 unterschiedliche Modelle. Spielend leicht findet man die zu Anspruch und Budget passende Transportlösung. Zum gewohnt konkurrenzlos günstigen Preis gibt es Dachboxen von führenden Herstellern wie Hapro, Thule, Menabo, Kamei, Atera und G3.

Atera Casar XL Lava Structured
Hapro Trivor 640 Anthracite

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Bildnachweise

  • Rameder
  • Vorkriegsklassiker Rundschau
  • Thule
  • Kamei
  • Google Patents
  • A7 Forum
  • Swan Classics

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