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Urlaubsland Rheinland-Pfalz: Wein, Rhein, glücklich sein

Datum: 19. April 202228. Juli 2025
Lesezeit: 4 min

Rheinland-Pfalz – der Rote Hang ist eine Premiumweinlage

Südlich von Mainz, zwischen Nackenheim und Nierstein, liegt tatsächlich eine der bedeutendsten Weinlagen der Welt – der Rote Hang ist weit über die Grenzen von Rheinland-Pfalz hinaus bekannt. Und das nicht nur bei Liebhabern des edlen Rebensaftes, sondern auch bei leidenschaftlichen Naturfreunden. Obwohl der Berg vom Grün der Weinreben dominiert wird, kann man an Stellen, an denen der blanke Fels durchscheint, erkennen, woher der Name kommt: Der rötliche Schimmer, das „Rotliegende“, ist ein vor 280 Millionen Jahren entstandenes, von Eisenverbindungen gefärbtes Gestein. Als der Rheingraben einbrach, schuf er so die perfekte Grundlage für den Weinanbau. Mit den außergewöhnlichen Bedingungen im Erdreich verbindet sich noch das besondere Klima in der Region Rheinhessen. Das lockt auch Wanderer und Radler, aber es ist auch mitverantwortlich für den besonderen Geschmack der Weine. Dazu kommt natürlich auch das Know-how der Winzer – weshalb man unbedingt einkehren und kosten sollte. Leckerer geht es schließlich kaum. Zu empfehlen sind etwa die Lagen Heiligenbaum, Brudersberg, Hipping oder Orbel. Besonders geeignet für Genussmenschen, Weinliebhaber und Ruhesuchende.

Nierstein und der Rote Hang
Edle Trauben für wunderbaren Wein
Romantisch ist es bei den Winzern

Auf den Spuren der Vergangenheit – der RheinBurgenWeg

Schwärmer und Romantiker lieben diese Gegend seit Jahrhunderten, zahlreiche Sagen und Mythen gehören natürlich auch dazu, sie bieten Raum für die Fantasie. Wer sich auf die Spuren der Rheinromantiker des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts begeben will, nimmt idealerweise den RheinBurgenWeg. Zeit für die schönsten Seiten des großen Stroms sollte man dazu schon mitbringen: Auf rund 200 Kilometern – vom Rolandsbogen bei Remagen bis zum Binger Mäuseturm – führt der linksrheinische Weg über Höhenzüge mit herrlicher Aussicht, durch waldreiche Seitentäler und mitten durch das Schiefergebirge. Die vielen Burgen, Schlösser und Ruinen kann man gar nicht übersehen, bei der Wanderung stößt man unweigerlich auf sie. Um die uralten Anlagen ranken sich blutige und auch romantische Geschichten, von Kämpfen edler Ritter und von holden Maiden. Wer aber genauer hinschaut, entdeckt noch ältere historische Spuren – und die stammen von den Römern. Besonders schön ist eine Schifffahrt auf dem Rhein. Man könnte nach der anstrengenden Wanderung bequem und lauschig mit dem Dampfer zum Ausgangsort zurückschippern. Unser Tipp: Von Koblenz bis Bingen verläuft das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal – mit der Loreley, dem malerischen Weinort Bacherach oder der Festung Ehrenbreitstein. Besonders geeignet für neugierige Familien, Geschichtsfans und Wanderfreunde.

Blick von Burg Maus auf das Rheintal
Junge Frau mit Hund auf dem Rheinsteig
Das herbstliche Kaub

Uralt und modern – Trier

Trier war einst eine der wichtigsten Städte im Westen des Römischen Reiches. Hier gab es alles, was das Leben damals lebenswert machte: Ein gut ausgebautes Straßennetz, Amphitheater, Thermen, Aquädukte und vieles mehr. Als Besucher wendet man sich heute zunächst den bekannten „Postkartenmotiven“ zu, also der Porta Nigra (dem Schwarzen Tor), den Kaiserthermen, der Therme unter dem Viehmarkt, dem kurfürstlichen Palais, dem Turm „Luxembourg“ oder der Römerbrücke über die malerische Mosel. Ein Tipp ist aber auch das Gräberfeld unter Sankt Maximin: Im 4. Jahrhundert ließen sich die frühen Christen am liebsten möglichst nah bei den Heiligen bestatten – in Trier eben nahe der Grabstätte des heiligen Maximin. Man glaubte, dass diese Nähe einen Vorteil bringt, weil die Zeit im Fegefeuer verkürzt und man schneller ins Paradies kommt. Später wurden diese Sarkophage dann pragmatisch als Fundamente für neue Grundmauern verwendet. Wer sich all das anschauen will, muss eine der spannenden, rund eine Stunde dauernden Führungen, buchen. Das lohnt sich allemal. Mit seinen knapp 111.000 Einwohnern ist Trier aber auch eine moderne Stadt, was man nicht nur rund um die Universität oder in der Einkaufsmeile, der Simeonstraße, merkt: Viele Kneipen locken mit besonderem Flair – unsere Tipps im Stadtzentrum sind das „Studio 11“ in der Palaststraße 11 oder das „Palette“ in der Oerenstraße 13B. Natürlich finden Weinfreunde auch Restaurants mit ausgesucht edlen Tropfen – etwa die „Weinstube Kesselstatt“ in der Liebfrauengasse 10. Besonders geeignet für Nachtschwärmer, Hobbyhistoriker und Städtefans.

Die Porta Nigra erzählt von den Römern
Abendstimmung auf dem Kirchplatz
Der Dom St. Petrus, 1270 eröffnet

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Bildnachweise

  • Travis Blessing/Pixabay
  • Roter Hang e.v. Nierstein
  • Romantischer Rhein Tourismus GmbH/Henry Tornow (Blick von Burg Maus auf das Rheintal)
  • Romantischer Rhein Tourismus GmbH/Henry Tornow (Junge Frau mit Hund auf dem Rheinsteig)
  • Romantischer Rhein Tourismus GmbH/Dominik Ketz (Das herbstliche Kaub)
  • willie02/Pixabay
  • neufal54/Pixabay
  • Elsemargriet/Pixabay

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