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Nur für Anhänger – sieben Tipps für die Fahrt mit dem Gespann

Datum: 13. Januar 201718. August 2025
Lesezeit: 3 min

Große SUV dürfen im Vergleich zu „normalen“ PKW mehr ziehen

1. Was darf gezogen werden?

Die Regel ist klar: Ein PKW darf nur sein zulässiges Gesamtgewicht ziehen, ein SUV maximal das Eineinhalbfache. Die Obergrenze liegt bei maximal 3,5 Tonnen. Vorsicht ist bei zweiachsichigen Anhängern geboten: Wer mit dem alten Führerschein Klasse 3 unterwegs ist, darf einen solchen Anhänger nur ziehen, wenn die Achsen in weniger als 1 Meter Abstand angebracht sind. Für Gespanne bis 3,5 Tonnen reicht der Führerschein der Klasse B aus.

2. Wie wird der Anhänger richtig beladen?

Schwere Gegenstände sollten immer über die Achse gelegt werden, leichtere Dinge – etwa Kisten und Kartons – an der Stirnwand gestapelt werden. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich der Einsatz von Antirutschmatten, die bei Rameder erhältlich sind. Bei einem nach oben hin offenen Anhänger bietet ein Netz zusätzlichen Schutz.

3. Eine echte Stütze – aber nur bis zu einem bestimmten Punkt

Unter „Stützlast“ versteht man die Kraft, die auf die Anhängerkupplung drückt. Man findet sie in der Zulassungsbescheinigung und auf der Deichsel. Je höher sie ist, desto besser das Fahrverhalten. Bei den meisten Pkw ist sie allerdings auf 50 bis 100 Kilogramm begrenzt. Problematisch ist es, wenn der Anhänger vorne zu schwer ist und daher zu stark auf den Kugelkopf drückt. Dann rutscht die Ladung nach hinten. Bei zu geringer Stützlast kann das Gespann in der Seitenansicht leicht einen Knick bekommen – was nicht nur optisch seltsam wirkt: Denn in diesem Fall kommt es unter Umständen zu unkontrolliertem Schleudern des Anhängers.

4. Verzurren ist unerlässlich

Es empfiehlt sich, wirklich alle Zurrpunkte auszunutzen und dazu genormte Gurte zu verwenden. Ist die Ladung schwer, sollte man Gurte mit Ratschen einsetzen, denn diese lassen sich deutlich stärker anziehen. Sinnvoll ist es, die Fahrt immer wieder zu unterbrechen und sowohl die Zurrpunkte als auch den Stauraum zu überprüfen.

5. Licht und Bremsen prüfen

Vor dem Start ist es unerlässlich, einmal ums Gespann zu laufen und alle Lampen zu kontrollieren. Funktionieren die Blinker? Sind die beiden vorgeschriebenen, reflektierenden Dreiecke am Heck des Anhängers vorhanden? Auch den Zustand der Reifen sollte man vor Fahrtantritt überprüfen. Stimmt der Reifendruck? Ein Tipp: Nicht am Reifen sparen, denn sie verschleißen unter Last oft schneller und sorgen häufig für längere Bremswege.

6. Richtig verkuppelt

Man achte tunlichst darauf, den Hänger richtig anzukuppeln. Bei gebremsten Hängern muss auf jeden Fall das Abreißseil einhängt werden. Es hilft, wenn sich der Anhänger während der Fahrt von der Kupplung trennt. Wichtig ist auch, dass das Kabel für die Beleuchtung angeschlossen wird.

7. Auf Seitenwind achten

Auf jeden Fall sollte das Tempolimit von 80 km/h – oder in Ausnahmen von 100 km/h – eingehalten werden. Erst recht bei Seitenwind, denn je schneller das Gespann und je größer der Hänger, desto anfälliger ist die Fuhre gegen Strömungseinflüsse. Im schlimmsten Fall wirft der Wind den Hänger um. Stimmen aber Tempo, Reifendruck und Beladung, kann wenig passieren. Wenn der Anhänger ins Schlingern gerät, muss sofort Tempo reduziert werden. Überträgt sich das Schlingern vom Hänger auf das Zugfahrzeug, hilft es, das Lenkrad gerade zu halten. Dabei bedient man die Bremse mit einem kurzen, kräftigen Tritt.

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    6 Kommentare zu “Nur für Anhänger – sieben Tipps für die Fahrt mit dem Gespann”

    1. Wittmann Alexander sagt:
      21. November 2021 um 19:34 Uhr

      Hallo,

      ich möchte einen Anhänger mieten. Mein PKW darf bis 1.800 kg gebremst ziehen.

      Man hat mir einen Hänger mit bis zu 2.000 kg angeboten.

      Nach meinem Verständnis kann ich den nehmen, wenn ich 1.800 kg nicht überschreite.

      Liege ich da richtig?

      Danke

      Antworten
      1. Manfred Prescher sagt:
        22. November 2021 um 11:24 Uhr

        Sehr geehrter Herr Wittmann,

        Sie können den Anhänger selbstverständlich verwenden – dürfen aber nicht die 1.800 Kilo überschreiten. Es stellt sich aber die Frage, wie schwer der angebotene Anhänger ist und ob Ihnen dann die noch mögliche Zuladung ausreicht.
        Herzliche Grüße

        Antworten
    2. Paul Kersten sagt:
      31. Mai 2021 um 19:04 Uhr

      Vielen Dank für den tollen Beitrag. Sie haben recht, auf jeden Fall sollte das Tempolimit von 80 km/h – oder in Ausnahmen von 100 km/h – eingehalten werden. Ich denke auch, dies gilt erst recht bei Seitenwind, denn je schneller das Gespann und je größer der Hänger, desto anfälliger ist man gegen Strömungseinflüsse. Ich benötige für einen Transport nun auch ein passendes Gespann und suche nach einem professionellen Ansprechpartner für Schwerlastanhänger und Industrieanhänger in ganz Deutschland.

      Antworten
      1. Manfred Prescher sagt:
        1. Juni 2021 um 10:59 Uhr

        Lieber Paul Kersten,

        herzlichen Dank für das Lob und für Ihre sehr richtige Einschätzung. Wenn Sie einen professionellen Partner für Schwerlastanhänger gefunden haben, melden Sie sich doch mal. Das könnte eine sehr interessante Geschichte ergeben.

        Gruß
        Manfred Prescher

        Antworten
    3. Luise Mikamann sagt:
      25. Januar 2018 um 0:12 Uhr

      Vielen Dank für die allgemeinen Tipps über Anhänger! Wir haben eine neuen Anhänger gekauft, aber wir kennen uns nicht um. Es gab, viele punkte hier, die Ich nicht wusste, wie viele Sachen man checken muss.

      Antworten
      1. Manfred Prescher sagt:
        8. Februar 2018 um 10:07 Uhr

        Hallo Luise Mikamann,

        ein paar Dinge muss man schon beachten, aber das hat man schnell drauf.
        liebe Grüße
        Manfred Prescher

        Antworten

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