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Kraftprotze – Autos, die 3.500 Kilogramm ziehen dürfen

Datum: 16. Januar 202010. Februar 2026
Lesezeit: 4 min

Kraftprotze: Mehr als 3.000 Kilogramm

Handwerk, Landschaftsbau, Großgärtnereien und viele mehr suchen für ihr Gewerbe ein praktisches Zuggerät, das sich im Alltag normal bewegen lässt. In der Regel kommen dann PS-starke SUVs oder Pickups zum Einsatz. Denn bei der Zugkraft spielt auch die Motorleistung eine wichtige Rolle.

In der Klasse der Kraftprotze, die zwischen 3.000 und 3.500 Kilogramm an den Haken nehmen und wegziehen können, rangieren unter anderem der 177 PS starke Toyota Land Cruiser (3.000 Kilo), sein Konzernbruder Hilux (3.200 Kilo), Fiats mit maximal 181 PS lieferbarer Fullback (3.100 Kilo) und Mitsubishis gleich starkes Arbeitstier L200 (3.100 Kilo) ganz oben. Für diese Schwertransporter führt rameder.de mindestens eine Anhängerkupplung.

Toyota Hilux im Gelände
Fiat Fullback bei der Arbeit

Dreieinhalb Tonnen – mehr geht nicht: Audi Q7 und andere Autos aus dem VW-Konzern

Ein SUV wie ein Fels. Massiv, groß und bärenstark: Bis zu 435 PS bringt der große Allrad-Audi Q7 auf die Straße. Damit lassen sich dann wirklich 3,5 Tonnen an den Haken nehmen. Das Ingolstädter SUV ist ein Auto für fast alle Fälle. Nur ins Gelände sollte man mit dem edlen Dickschiff eher nicht. Das gilt erst recht für die noch teureren Konzernbrüder aus dem Hause Bentley oder von Porsche. Der Zuffenhausener Cayenne zieht praktisch alles, maximal 550 PS sorgen für Souveränität.

Der Bentayga leistet im Maximalfall sogar über 600 PS, ist aber eigentlich viel zu edel für den Zugbetrieb. Deshalb hat rameder.de zwar für Q7 und Cayenne – und die anderen im Text genannten Fahrzeuge – AHKs im Sortiment, nicht aber für den noblen Bentley. Nicht vergessen darf man an dieser Stelle den „Volkswagen“ unter den großen VW-SUVs, denn auch der Touareg darf 3,5 Tonnen durch die Landschaft ziehen. Wer zur Zugkraft noch eine Ladefläche braucht, wählt den Amarok.

Audi: Q7, kraftvoll, gut
Mehr Luxus? Bentley Bentayga

Ein Klassiker in der vierten Generation: BMW X5 und X6

Als Audi den Q7 2005 auf den Markt brachte, gab es den innerbayrischen Konkurrenten BMW X5 schon seit sieben Jahren. Mittlerweile hat die SUV-Baureihe den 20. Geburtstag längst hinter sich und schreibt mit der vierten, G05 genannten Serie die Erfolgsgeschichte fort: Bis zu 400 PS sorgen auch dann für guten Vortrieb, wenn 3.5000 Kilo durch die Gegend gezogen werden müssen.

Der komfortable X5 ist ein Alleskönner, der sich als Zugfahrzeug etwa für große Wohnwagen wie Tabberts neuen Cellini bestens eignet. Auch das maximal 381 PS starke SUV-Coupé BMW X6 darf 3,5 Tonnen wegziehen. Und was ist mit den noch größeren Konzernbrüdern? BMWs X7 und X8 sind zwar auf den Straßen noch Exoten, aber auch sie können das Maximum an den Haken nehmen.

Q5? Nein BMW X5
BMW X6 M50i: Sportliches SUV

Ein Arbeitstier aus den USA: Ford Ranger Raptor

Im Vergleich zu Q7, den edlen X-Modelle von BMW oder gar dem teuren Bentley-SUV ist der Ford Ranger ein Schnäppchen. Der Einstiegspreis liegt bei rund 25.000 Euro, dafür bekommt man aber nur 130 PS und auch keinen Allradantrieb. Und: Man darf damit auch keine 3.500 Kilogramm an den Haken nehmen. Mindestens 160 PS soll der Motor dazu schon leisten, noch besser eignen sich die 200-PS-Varianten. Die sind immer noch preiswert zu haben, selbst, wenn man die besten Ausstattungsvarianten wählt. Man kann den Ranger also tatsächlich auch dreckig machen, ohne Angst um das schicke Blech oder die edlen Felgen haben zu müssen.

Der darf sich auch dreckig machen: Ford Ranger Raptor

Die Dicken von Mercedes: GLS, GLE und einfach nur G

Vollmundig wirbt Mercedes für sein großes SUV, den GLS: Er sei die S-Klasse unter den SUVs. Da ist schon was dran. Und: Das Luxusfahrzeug kann bei aller Premiumklasse-Bequemlichkeit tatsächlich 3.500 Kilogramm ziehen. Auch die Coupé-Variante GLE darf sich als Kraftprotz bewähren. Für die Geländewagenikone G-Klasse gilt das in der jüngsten Variante ebenfalls. Seit 1979 wird die G-Klasse gebaut, die aktuelle Baureihe W463 leistet – wie auch Mercedes GLE und GLS – bis zu 580 PS. Aber zum Kraxeln im unwegsamen Gelände eignet sie sich auf jeden Fall deutlich besser als die Edelgeschwister.

Kult seit 1979: G-Klasse
Mercedes GLS: S-Klasse?

Jeep und Range Rover

Auch Nissan Navara und sein Renault-Bruder Alaskan sind kräftige Zugpferde. Wer es etwas edler haben will, kann zum Beispiel den bis zu 575 PS starken Range Rover Sport oder den im Maximalfall nur zehn PS schwächeren Range Rover beziehungsweise den Discovery wählen. Oder er entscheidet sich für den Jeep Grand Cherokee.

Der ist immerhin bis zu 352 PS stark und ein echter Amerikaner: Der fährt durch das weite Land und nimmt dabei alles mit, was auch mit muss. Aber egal, ob US-Cowboy, britischer Adel oder deutsche Großbürger – auf jeden Fall muss es zwangsläufig „etwas mehr“ sein, wenn man einen Kraftprotz sucht.  

North to Alaska? Sportversion des Grand Cherokee

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Bildnachweise

  • X Promo
  • Toyota Presse
  • FCA Presse
  • Audi Presse
  • Bentley Press
  • BMW Presse
  • Ford Presse
  • Daimler-Benz Presse

12 Kommentare zu “Kraftprotze – Autos, die 3.500 Kilogramm ziehen dürfen”

  1. Elke sagt:
    31. Oktober 2022 um 13:02 Uhr

    „Die wichtigsten Autos aller Zeiten“

    Das heisst, es werden nie mehr wichtige Autos kommen? Oder hat dieser Sprachdepp nicht kapiert, dass auch die Zukunft zu „allen Zeiten“ gehört?

    Antworten
    1. Manfred Prescher sagt:
      2. November 2022 um 9:07 Uhr

      Hallo Elke,
      Sie können gern kommentieren. Aber nicht beleidigen. Das muss nicht sein. Unser Autor ist alles andere als ein „Sprachdepp“. In einer Serie, die sich mit den Fahrzeugen vergangenen Jahrzehnte beschäftigt, ist das „alle Zeiten“ eindeutig definiert. Es umfasst die bisherigen Zeiten. Man sieht das auch, weil es in den Artikeln um die vergangenen Jahrzehnte geht. Ganz nebenbei kommt dann zum Schluss auch der Ausblick in die Zukunft, damit sprachlich alles passt. Die Wendung „aller Zeiten“ bezieht sich in unserem Sprachgebrauch übrigens nie auf die Zukunft. Warum? Weil wir alle nicht in die Zukunft schauen können, wir also nicht wissen, welche Autos dann die wichtigsten sein werden.

      Antworten
  2. Stefan Bodin sagt:
    23. Oktober 2022 um 11:48 Uhr

    Was ist mit Porsche Cayenne?

    Antworten
    1. Manfred Prescher sagt:
      24. Oktober 2022 um 13:21 Uhr

      Lieber Stefan Bodin,

      wir haben in dem Beitrag nicht alle Fahrzeuge, sondern nur Beispiele genannt. Natürlich kann der Cayenne auch 3,5 Tonnen ziehen. Bei einem zweiten Teil werden wir uns des Porsche-SUVs annehmen.

      Wir grüßen herzlich und verweisen darauf, dass noch mehr Autos hier nicht genannt wurden

      Antworten
  3. Jens Körner sagt:
    2. September 2022 um 9:34 Uhr

    Hallo Zusammen,
    ich wollte nächstes Jahr ein Boot ziehen mit gesamt 3,5 t zum anhängen.
    Ich dachte mit meinem X5 40D 230 KW/312 PS bin ich gut aufgestellt.
    Ja Irrtum, in den Papieren steht bei Q1 2700 kg gebremste Anhängerlast.
    Was nun ? Leistung sollte reichen. Kann man den „Auflasten“ lassen per TÜV
    oder über den BMW Service ?
    Viele Grüße
    Jens

    Antworten
    1. Manfred Prescher sagt:
      4. September 2022 um 10:19 Uhr

      Hallo Jens,
      unserer Erfahrung nach kann man das Fahrzeug nicht „auflasten“ lassen. Der TÜV kann das ohne Hersteller-Erlaubnis nicht tun. Wir raten daher, bei BMW direkt nachzufragen. Vielleicht sieht der Hersteller eine Möglichkeit. Denn natürlich ist ihr X5 in der Lage, 3,5 Tonnen zu ziehen.

      Viele Grüße

      Antworten
      1. Jens Körner sagt:
        12. September 2022 um 11:46 Uhr

        Hallo Manfred,
        danke für die die Info, dann hab ich ja noch Hoffnung. Ich habe erst mal mein Händler angeschrieben, mal sehen was er sagt.
        Viele Grüße
        Jens

        Antworten
  4. möllman,hans-werner sagt:
    28. Juli 2022 um 12:37 Uhr

    ich bin in falschem Film oder ?????

    Daihatsu Bj 1993 Rocky 3,5 Tonnen Am Haken das reine Vergügen.leider

    sind die in der obersten Leitung bei Daihatsu etwas fehlgeleitet.
    seit 1980 daihatsu geländewagenfahrer.

    Antworten
    1. Manfred Prescher sagt:
      30. Juli 2022 um 12:58 Uhr

      Lieber Herr Möllman,
      wir würden gerne Ihre Frage beantworten – leider können wir keine erkennen. 3.500 Kilo sind immer noch so ziemlich das Beste, was es an Zugkraft gibt. Deswegen die Geschichte dazu. Wenn Ihr Auto (nächstes Jahr H-Kennzeichen?) das auch kann, ist es doch schön.
      Herzlich Grüße

      Antworten
  5. Steve Semke sagt:
    26. Februar 2020 um 17:32 Uhr

    Wir benötigen oft eine hohe Anhängelast und haben uns daher für einen Ford F 150, einen IVECO Daily und den Touareg von 2017 entschieden. Der Ford ( V8 400 PS), fährt mit seiner 10 Gang Automatik und einem extra Anhängerprogramm völlig entspannt, 3,5 to merkt er nicht, Außenlänge 6,36 m gutes Gegenstück für lange Caravans, Auto- und Bootstrailer. Wer noch mehr Platz benötigt nimmt einfach den DAILY HiMatic mit Übersetzung für Anhängerbetrieb – 210 PS bei 3 Liter Hubraum, 7,5 m Länge, einfach entspannt dahingleiten, auch er merkt die 3,5 to nicht.

    Antworten
    1. Manfred Prescher sagt:
      3. August 2022 um 11:52 Uhr

      Hallo Herr Semke, das ist doch ein patentes Trio für jeden Zweck. Der Ford hat natürlich überhaupt kein Problem, er ist stylisch und bärenstark. Der würde eine Kleinstadt durch die Gegend ziehen. Mal so nebenbei. Bei der Gesamtlänge eines Gespanns ist man vom deutschen Gesetzgeber etwas limitiert. Der Touareg zieht die 3,5 Tonnen auch recht unangestrengt herum, wenn die Leistung stimmt. Bei Iveco passt das auch, da gibt der Hersteller (eine Frage des Modells) allerdings an, dass ab 12% Steigung nur noch 2.000 Kilo anliegen dürfen. Aber alle Achtung, das Trio ist für jeden Einsatzzweck gerüstet. Herzliche Grüße vom Rameder-Team

      Antworten
  6. Denis Heske sagt:
    26. Februar 2020 um 14:47 Uhr

    Ich vermisse den Ssangyoung Rexton. Er ist in der neusten Auflage sehr gut ausgestattet und bezahlbar.

    Gruß D.Heske

    Antworten

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